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Datum: Mittwoch, 22. November 2017 02:44 Uhr

Bericht über die Landesfachtagung und die Landesmitgliederversammlung am 21. Samstag, den 21.05.2016 in der Frankfurt University of Applied Sciences

Am Samstag, den 21.10.16 trafen sich ab 11 Uhr ca. 20 Mitglieder und Gäste zur Landesfachtagung in der Frankfurt University of Applied Sciences. Gabriele-Stark-Angermeier, die stellvertretende Bundesvorsitzende des DBSH , hielt einen sehr interessanten Vortrag über das Thema „Berufsethik der DBSH- Ethik und Werte - Hilfestellung für Zielkonflikte in der sozialen Arbeit?“ zu folgendem Inhalt:

Seit Ende 2014 gibt es im DBSH eine neue Berufsethik, die sowohl Grundlagen als auch Prinzipien und Handlungsmaximen beschreibt. Diese Berufsethik lässt sich nicht nur in Haltung und Wertfragen anwenden. Gerade in Zielkonflikten – Dilemmata können eine ethische Haltung und eine Berufsethik im Bereich der Sozialen Arbeit eine Orientierung bieten.

Nicht selten geraten Fachkräfte der Sozialen Arbeit in Konflikte, wenn ethische Grundsätze bei der Lösung von Problemen gegeneinander stehen. In der Praxis der Sozialen Arbeit ist jeder Professionsangehörige mit den Mandaten unterschiedlicher Auftraggeber konfrontiert. Diese Interessenlagen sind geeignet, das eigene professionelle Handeln an konflikthafte Entscheidungssituationen zu führen. Daraus ergeben sich für die Professionsangehörigen neue Herausforderungen, Zielkonflikte und ethische Dilemmata. Die aktive Auseinandersetzung mit diesen Dilemmata stärkt das professionelle Handeln. So können nicht vermeidbare Konflikte entstehen durch widerstreitende Interessen von Personen und Institutionen, die durch den Anspruch an methodisch fachliches und ethisch begründetes Handeln verschärft werden. Konflikte und Probleme entstehen auch dort, wo Aufgaben unter sich widersprechenden Bedingungen oder Anforderungen gelöst werden sollen.

In dem Vortrag wurden Alltagssituationen von Sozialarbeitenden genauer betrachtet und gemeinsam Handlungs- und Lösungsstrategien entwickelt.

Im Anschluss daran entwickelte sich eine intensive Diskussion zu den ethischen Dilemmata in der Sozialen Arbeit.

Nach einer Mittagspaue mit einem gemeinsamen köstlichen persischen Essen fand dann ab 14 Uhr die Mitgliederversammlung statt.

Der amtierende Vorstand wurde einstimmig entlastet, stellte sich jedoch nicht mehr erneut zur Wahl.

Leider gab es auch keine anderen Mitglieder, die bereit waren, weiterhin für die drei Vorstandsämter zu kandidieren. Deshalb konnte kein neuer Vorstand gebildet werden. Somit übernahm der Bund die Verwaltung des LV Hessen. Ruthild Ness erklärte sich bereit, die Landesgeschäftsstelle zu übernehmen und als Ansprechpartnerin im LV Hessen für den Bund zur Verfügung zu stehen.

Ruth Simon und Günther Roth wurden für ihre langjähige Leitung der Landesgeschäftsstelle und seine / ihre Mitarbeit im Vorstand gedankt und sie erhielten kleine Präsente.


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